Ergo #Dein Weg

Meine Geschichte

Vor einiger Zeit schickte mir eine Freundin einen Link mit der Nachricht „Das könnte was für dich sein. Ich würde mich freuen, wenn du mitmachst!“. Neugierig folgte ich dem Link und wurde so auf die Aktion #Dein Weg von Ergo aufmerksam. Das Unternehmen verleiht einen Award an Menschen, die einen ungewöhnlichen Weg beschreiten und ihre Geschichte teilen möchten. „Tolle Sache“, dachte ich mir und fühlte mich geehrt, dass die Freundin ausgerechnet an mich gedacht hat. Im selben Moment kam die Zweiflerin in mir um die Ecke: Ist meine Geschichte denn spannend und außergewöhnlich genug? Sollte ich mich wirklich bewerben? Ach, scheiß drauf, einen Versuch ist es wert, ich habe doch nichts zu verlieren.

Mein Weg fängt eigentlich gar nicht so außergewöhnlich an. Nach dem Abitur bin ich, wie viele, gleich studieren gegangen ohne einen richtigen Plan, was ich machen möchte und vom Leben erwarte. Da ich gerne reise und auf jeden Fall im Ausland studieren wollte, entschied ich mich kurzerhand für ein Tourismusstudium in den Niederlanden. Während des Studiums entwickelte ich eine kleine Leidenschaft für das Thema Marketing und legte nach dem Bachelor noch einen Marketingmaster hinterher.

Ich bin ehrgeizig und wollte schon immer hoch hinaus.

Ich bin sehr ehrgeizig und wollte schon immer hoch hinaus, durch die Welt jetten, eine tolle Wohnung haben, Karriere machen. Mit dieser Einstellung bin ich dann auch hochmotiviert aus dem Studium gekommen, den Gedanken im Gepäck, dass die Welt ja wohl nur auf MICH gewartet hat. Um dann festzustellen, dass irgendwie keiner wartet. Und dass es auch gar nicht so einfach ist, einen Job im Marketing zu bekommen. Tief stapeln war also erstmal angesagt und ich begann bescheiden mit einem Praktikum in einem Unternehmen, gefolgt von einem Trainee in einer Werbeagentur, in der ich dann auch für die nächsten Jahre blieb (nein, nicht nur als Dauertrainee ;)). Die Zeit in der Werbebranche war toll, lehrreich, anstrengend, frustrierend und ich habe das Gefühl, dass ich während dieser Zeit mehr über Arbeit und über mich selbst gelernt habe, als jemals zuvor. Aber nur Überstunden brügeln und sich von gestressten Kunden anschreien lassen, hat mich nach knapp drei Jahren nicht mehr erfüllt.

Wenn deine Wohnung dein gesamtes Gehalt frisst, dann stimmt was nicht.

Eigene Ideen in festgefahrenen Strukturen umzusetzen: Praktisch unmöglich. Bezahlung: Für eine Stadt wie München unterirdisch. Wenn deine Wohnung dein komplettes Gehalt frisst, dann stimmt im Verhältnis irgendwas nicht. Die Frage, ob ich das nun für den Rest meines Lebens machen sollte, wurde immer lauter. Das kann doch noch nicht alles sein. Sollte ich meine Zeit auf dieser wunderschönen Erde mit den unzähligen Möglichkeiten nicht besser nutzen? Ich musste immer wieder an meinen Vater denken, der mit 45 Jahren viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde und all die Pläne und Träume, die er für die Rente hatte, nicht mehr umsetzen kann. Jetzt bin ich noch jung, ich sollte die Zeit nutzen. Es musste sich etwas verändern. Und das tat ich.

2016 kündigte ich meinen Job, meine geldfressende Wohnung, verkaufte fast mein ganzes Hab und Gut, klempte mir meinen Freund unter den Arm und ging auf reisen. Hallo Leben, hier bin ich!

Ich holte mir eine ordentliche Magenverstimmung in Indien (muss sein wenn man da ist); wir fuhren mit dem eigenen Motorrad durch Vietnam und Laos; wir erklommen den 5400 Meter hohen Annapurna und trotzten der Höhenkrankheit; wir verbrachten 10 Tage in einem Schweigeretreat und arbeiteten in Australien auf einer Blaubeerfarm und in einem Lagerhaus für Weihnachtswaren (ihr glaubt gar nicht, was die Leute alles für einen Scheiß kaufen!). Während dieser Reise wurde mir immer klarer, dass ich nicht so weitermachen kann, wie ich in Deutschland aufgehört habe.

Die Reise hat mich verändert und tief berührt und mir gezeigt, was im Leben wirklich zählt.

Die Reise hat mich verändert und tief berührt. Sie hat mir gezeigt, was wirklich zählt im Leben. Nicht das teure Auto, die schicke Wohnung, oder die neusten Gadgets. Was wirklich zählt sind die besonderen Menschen in deinem Leben, die einzigartigen Augenblicke mit ihnen und die Erlebnisse, die sich für immer in dein Gedächtnis einprägen. Die Reise hat mir auch gelehrt, mehr meiner Intuition zu folgen und andere Wege zu gehen. Daher stand für mich fest, dass all die vielen Ideen und Träume, die ich während der Reise sammeln konnte, umgesetzt werden müssen. Aber würde ich das in den festgefahrenen Strukturen in Deutschland schaffen?

Ich setze wieder alles auf eine Karte.

Trotzdem entschloss ich mich, wieder alles auf eine Karte zu setzen, mir keinen Job zu suchen, sondern mir etwas Eigenes aufzubauen und es zumindest einfach mal zu versuchen. Ich informierte mich über verschiedene Konzepte und Möglichkeiten, schloss mich Menschen an, die ähnliches versuchen und bin 2018 wieder ins kalte Wasser gesprungen, stehe wieder ganz am Anfang. Von dem erarbeiteten Geld in Australien habe ich mein erstes Produkt gekauft, um in den eCommerce Handel einzusteigen. Außerdem designe ich T-Shirts, habe meine ersten kleinen Investitionen getätigt und diesen Blog ins Leben gerufen, mein Herzstück.

Denn während meiner eigenen Recherche nach Vorbildern merkte ich, dass es gar nicht so viele weibliche Gründerinnen gibt. Das viele Frauen an ihrer eigenen Angst und Unsicherheit scheitern. Und auch das Thema Finanzen ist in unserer modernen Welt noch nicht so bei den Frauen angekommen, wie es eigentlich sollte. Mit meinem Blog „Pfennigfuchserin“ möchte ich das ändern.

Mit dem Blog möchte ich Frauen auf meinem Weg mitnehmen.

Ich möchte Frauen auf meinem Weg mitnehmen, durch Höhen und Tiefen, durch Erfolge und Rückschläge. All die Erkenntnisse, die ich während meines Weges erlange, die teile ich, in der Hoffnung, Frauen zu ermutigen und zu motivieren, auch ihren eigenen Weg zu gehen, wenn sie das möchten. Ich will nicht das unnahbare Instagram-Girl sein, die gefühlt dauerhaft durch die Welt reist, in den teuersten Hotels schläft und einem das Gefühl vermittelt, es mal so gar nicht geschafft zu haben. Sondern ich bin Dana, von nebenan und wenn ich meinen Weg gehe, dann schaffst du das auch! Denn ich bin der festen Überzeugung: Alles ist möglich, wenn man an sich glaubt!

Was ist deine Geschichte? Wann bist du ungewöhnliche Wege gegangen? Ich bin sehr gespannt von dir zu hören! ♥

Von | 2019-02-05T22:20:48+00:00 Dezember 5th, 2018|Gedanken, Inspiration|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. […] Geschichte wurde von Dana-Kristin Happel eingereicht. Einen ausführlichen Beitrag findet man hier im […]

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